Rezensionen

Reinhard Witt (Journalist und Biologe) im „Naturgarten-Rundbrief“
Januar 2007
Eilike Vemmer Stellvertretende Leiterin des Rosenfreundeskreises
Hannover Nov. 2007
Reinhard Höhn in Deutsche Baumschule Mai 2008
Peter Pfliegensdörfer, Rosenbogen – Mitteilungen der Gesellschaft
Deutscher Rosenfreunde 2/2007
Silke Peters im „Flower Label Programm“ unter www.fairflowers.de
August 2006
kraut & rüben 10/2007
Bund deutscher Baumschulen (BdB) in der Zeitschrift „Grün ist
Leben“ 11-12/2006






Reinhard Witt (Journalist und Biologe) im „Naturgarten-Rundbrief“ Januar 2007

Gratulation! Dieses Buch ist das Beste, was ich seit langem über Wildrosen und ihre davon abstammenden Züchtungen gelesen habe. Die Biologin und Rosenliebhaberin Angelika Lüttig hat sich hiermit einen Ma(e)rkstein gesetzt. Eine sehr anschauliche und einfach verständliche Einführung führt Auf den Spuren der Rosen in die verwickelte Geschichte, es folgen Botanik der Rosen, und mit Rosenöl, Hiefenmark und Schnittrosen Anwendungen, wobei Lüttig nicht die Augen vor dem milliardenschweren perversen Schnittrosengeschäft unserer Zeit verschließt.

Das Essentielle aber sind die über 130 Seiten Rosen von A bis Z. Hier werden die mitteleuropäischen und asiatischen Wildformen und ihre daraus entstandenen Züchtungen beschrieben. Von besonderer Bedeutung sind Angelika Lüttig die Hagebutten, die oftmals abgebildet werden, eine Vielfalt und Schönheit, worauf normale Rosenbücher leichtfertig verzichten bzw. so etwas nicht liefern können, weil deren Sorten unfruchtbar sind. Schleierhaft ist mir jedoch, warum dieses kompetente Buch keine einzige Bezugsquelle enthält, gerade die Rosenproduzenten des Naturgarten e.V. wie Ahornblatt, Ruf, Schultheis oder Strickler hätten hier reichlich Auswahl. Und dass, wo man weiß, wie schwer es sein kann, gerade die eine bestimmte Sorte zu bekommen. Das ist ein echtes Manko.

Möchte man zum Rosenkundigen werden, so eignet sich dazu passend das Rosenmemory, das 40 der Blüten- und Hagebuttenmotive paarweise zeigt. Es ist etwas, was man auch Erwachsenen zumuten kann und Kindern sowieso. Ich werde es demnächst mit Tochter Antonia (9 Jahre) spielen. Mal sehen, wer sich die Anmut der Rosen (und ich zusätzlich ihre Namen) besser merken kann. Der alte Hase mit einiger Rosenerfahrung, zerstochenen Armen und leider schon Gedächtniskratzern oder das junge völlig unverbildete Dornröschen mit großer Aufnahmekapazität? Beim normalen Memory lagen wir in Vergangenheit zumeist gleichauf. Das wird spannend… Übrigens und auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Habe ich schon gesagt, dass ich Rosenrot und Hagebutten als überaus kaufenswert empfinde, und zwar für den Fachmann wie den Laien, der einen Überblick braucht ???

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Eilike Vemmer Stellvertretende Leiterin d. Rosenfreundeskreises Hannover Nov. 2007

Das Buch hätte auch "Lust auf Hagebutten" heißen können. Es ist wirklich erfreulich, dass einmal in einem Buch die Hagebutten gleichwertig neben die Blüten gestellt werden. Wir lernen die große Vielfalt an Hagebuttenformen und -farben kennen und sehen, welch ein Zierwert darin steckt. Hagebutten werden in anderen Büchern nur kurz erwähnt als Vogelnahrung oder Marmeladenobst. Auch auf den hohen Vitamingehalt und den unterschiedlichen Geschmack der Früchte wird hingewiesen. Wann färbt sich eine Hagebutte, wann wird sie reif? Hier steht es bei jeder Rose. Daneben finden wir die Blütenabbildungen, genaue Beschreibungen vorwiegend der Wildrosen und viele Wildrosenhybriden und Gartenrosen.
Mir gefällt auch, dass endlich einmal in einem Rosenbuch nicht die Seiten gefüllt werden mit Pflege, Vermehrung u.s.w. Der Geschichtsabschnitt wäre ebenso überflüssig gewesen. Da setzt auch meine Kritik ein: die Geschichte und Abstammung einzelner Rosen ist manchmal etwas oberflächlich, manchmal auch sich widersprechend oder nicht zutreffend.

Ausgerechnet bei den Zentifolien wird das Kreuzungsvorgehen früherer Zeiten erklärt, obwohl Zentifolien- und Moosrosensorten zuerst durch Mutationen entstanden, erst nach dem Auftreten einer durch Mutation entstandenen einfachen Blüte konnten sie gekreuzt werden.

Die falsche Bezeichnung der Portlandrose 'Mme Boll' als 'Comte de Chambord' ist zwar in einigen Katalogen zu finden, aber schon länger widerlegt. Ein anderer Fehler stammt aus dem Europa-Rosarium Sangerhausen, wo früher - inzwischen geändert - die Moosrose 'Zoë' als Gallicarose von Miellez bezeichnet wurde. Dadurch irrt die Autorin: es gibt keine bemoosten Gallicas.

Da ich mich seit vielen Jahren mit Moschata-Hybriden beschäftige, stört mich dieses Kapitel etwas. Der Name "Hybrid Musk" (Moschata-Hybride) geht nicht auf Rosa moschata zurück, er wurde in England 1918 für die Pemberton-Züchtung 'Pax' geprägt und dann von Pemberton und auch Lambert für diese Gruppe öfterblühender Strauchrosen übernommen.

Es ist erfreulich, daß auch der belgische Züchter Louis Lens genannt wird, der über 50 Moschata-Hybriden schuf. Statt der bekannten Musikerserie oder der ausgezeichneten 'Guirlande d'Amour' oder vieler wirklich empfehlenswerter Lens-Rosen wird 'Étoile' (1992) genannt, die seit 1993 in keinem Katalog der Rosenschule Louis Lens nv. (Ann und Rudy Velle) steht. Wo bekommt man sie? Viele Lens-Moschata-Hybriden bilden im Herbst sehr zierende Hagebutten. Daß die Moschata-Hybriden gewöhnlich nicht winterhart sind, trifft für die meisten Lens-Rosen nicht zu, auch nicht für die alten Lambert-Sorten wie z.B. 'Mozart'. 'Robin Hood' und 'Sammy' haben keine Ähnlichkeit miteinander. Auch bei den Helenae-Kreuzungen von Lens stimmt die Angabe nicht, daß 'Pink Robin' und 'Red Robin' winzige, nur zwei Zentimeter große Blüten haben!

Fehler finden sich in jedem Buch und die Autorin kennt sich offensichtlich mit Wildrosen besser aus als mit Gartenrosen. Bei einigen Rosen wird auf Sternrußtau- oder Mehltauempfindlichkeit hingewiesen, andere werden kritiklos genannt wie z.B. 'Autumn Delight', die ohne Pflanzenschutzmittel schon ab Juli blattlos ist, oder 'American Pillar' als gesunder Rambler für Hauswände, wo die sonst so schöne Rose weiß von Mehltau wird. Auch die so verbreitete 'New Dawn' kann man nicht oder nicht mehr als gesunde Rose hervorheben. Und die gefüllte Rosa roxburghii f. roxburghii ist leider in Mitteleuropa nicht winterhart.

Hervorragend finde ich, daß bei der chinesischen Wildrose Rosa willmottiae eine ganze Seite der englischen Rosenenthusiastin Ellen Willmott gewidmet ist. So etwas wünsche ich mir mehr! Auch das Kapitel über Schnittrosen ist lesenswert (obwohl es eigentlich nicht in dieses Buch gehört) und das Blumensiegel FLP für Schnittrosen ist viel zu wenig bekannt. Gut finde ich auch das Kapitel über Rosenbotanik. Mit leicht verständlichen Worten und Bildern werden Blüten, Laub, die unterschiedlichen Stacheln, die Blütenfarben, die Verbreitung der Wildrosenarten und ähnliches erklärt.

Schade ist, daß als Beispiele für moderne Rosen fast nur "Englische Rosen" genannt werden (von denen die meisten ebenso wie die meisten Zentifolien wegen der Blütenfülle keine Hagebutten bilden können). Für eine Neuauflage des Buches wünsche ich mir, daß die ersten 33 Seiten wegfallen und statt dessen moderne Gartenrosen mit Blüte und Frucht gezeigt werden. Auch dabei gibt es schöne Hagebutten, die bis in den Winter zieren wie bei 'Northern Lights' oder 'Windrose' oder 'Play Rose' oder 'Crimson Meidiland' und vielen anderen.

Trotz meiner Kritik an Einzelheiten möchte ich das Buch allen Rosenfreunden empfehlen, Anfängern ebenso wie Fortgeschrittenen. Lesen Sie es, betrachten Sie die vielen Bilder von Blüten und Früchten, Sie bekommen garantiert Lust auf viele weniger bekannte Rosen und ihre Hagebutten!

Zu dem Buch hatten Autorin und Verlag eine glänzende Idee: aus Bildern des Buches schufen sie ein Rosenmemory mit 40 verschiedenen Blüten oder Früchten. Memory ist ein Spiel für jeden ab 4 Jahre bis ins hohe Alter und fördert Gedächtnis und Konzentration. Durch das Rosenmemory lernen Sie spielerisch mit Ihrem Partner, mit Freunden, Kindern oder Enkeln Rosen kennen. Jedes Memorykärtchen ist mit dem Rosennamen beschriftet. Kennen Sie etwa die schreckliche Rose oder die schöne Moosrose 'Mme William Paul'? Ein ideales Geschenk für alle Rosenfreunde!

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Reinhard Höhn in Deutsche Baumschule Mai 2008

Obwohl es in der neueren Zeit eine Fülle von Rosenbüchern gibt, erfüllt diese neue Edition alle Wünsche für eine schnelle und umfassende Information zu der Gattung Rosa.
   
In den einleitenden Kapiteln werden die Kulturgeschichte der Rosen von der Antike bis heute sowie die Gattung Rosa mit botanischen Erläuterungen kurz und exakt beschrieben sowie Hinweise auf Rosenöl und Rosenduft und die Bedeutung der Hagebutten als „Vitaminbomben“ gegeben. Anschließend werden 48 Rosen-Wildarten, die unter unseren klimatischen Verhältnissen gedeihen, beschrieben. Dabei werden die Heimatgebiete, die Geschichte ihrer Entdeckung und Einfuhr nach Europa und ihre Besonderheiten und Bedeutung für den Gartenfreund erläutert sowie die Geschichte der Züchtung von Sorten vieler dieser Wildarten konkret dargestellt. Der Leser ist erstaunt, wie die Autorin all diese Informationen in diesem kleinen Buch zusammengefasst hat. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ein Register geben Auskunft über weiterführende Rosenliteratur und Hinweise über Autoren, die sich mit den Rosen in alter und neuerer Zeit beschäftigt haben.

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Peter Pfliegensdörfer, Rosenbogen – Mitteilungen der Ges. Dt. Rosenfreunde 2/2007

Wildrosen sind attraktive Gartenpflanzen. Nur wenigen Rosenliebhabern ist bekannt, dass ein Großteil der Rosensorten letztendlich von rund einem Dutzend Wildrosen abstammt. Angelika Lüttig, Biologin und Rosenliebhaberin, setzte sich das Ziel diese Zusammenhänge nachzuzeichnen und hat dafür rund 50 der ca. 152 Rosenarten in den Mittelpunkt ihres Buches „Rosenrot und Hagebutten“ gestellt.
Neben europäischen Wildformen werden auch zahlreiche in Asien und Nordamerika wachsende Wildrosen beschrieben, die wie z.B. Rosa wichuraiana, für die Züchter von besonderer Bedeutung sind. Die Autorin legte dabei nicht nur Wert auf die Abbildungen der Blüten, sondern auch der Hagebutten. In den ausführlichen Texten erfährt der Gartenliebhaber das Notwendige zur Botanik, wie Blütenbau, Blütenfarbe, Laubblätter, Stacheln, Ausbreitung sowie die Tauglichkeit für unsere mitteleuropäischen Gärten.

Weitere Kapitel des Buches beschäftigen sich mit der Geschichte der Rosen von der Antike bis heute, der Botanik sowie dem Rosenöl und den Schnittrosen.
Bei der Abstimmung wurden die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt. Allerdings fehlt der Hinweis, dass Moosrosen nicht nur durch spontane Mutationen von Zentifolien, sondern auch von Damaszenerrosen entstanden sind, wie Phillips und Rix in ihrem Standardwerk „Rosarium“ feststellen.

Wer mehr über Wildrosen wissen möchte, wird in dem ausführlichen Literaturverzeichnis fündig. Was allerdings vermisst wird, ist ein Bezugsquellenverzeichnis. Die Beschreibungen und exzellenten Abbildungen regen nämlich den Leser an, die eine oder andere Wildrose im eigenen Garten zu kultivieren.

Mit „Rosenrot und Hagebutten“ erhalten sowohl Rosenliebhaber, als auch Gärtner und Biologen ein kompaktes Werk zur Hand, welches eine wertvolle Bereicherung jeder Rosenbibliothek ist.

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Silke Peters im „Flower Label Programm“ unter www.fairflowers.de August 2006



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kraut & rüben 10/2007

Rund 50 Wildrosen aus Europa Asien, Afrika und Nordamerika stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Viele dieser Rosen wurden in den Garten geholt, zahlreiche Vertreter aus Asien nach Europa eingeführt. Über die Zeit entstanden unzählige Sorten, wie die wunderbaren Pimpinellifolia-, Gallica- und Moyesii-Hybriden. Auch die betörend duftenden Essig-Rosen, Damaszener- und Weißen Rosen werden vorgestellt, die schon seit Jahrtausenden zur Gewinnung von Rosenöl angebaut werden. Der Leser erfährt Umfassendes zur Botanik (Blütenbau, Blütenfarbe, Bestäubung, Ausbreitung, Blätter und Stacheln) und geografischen Verbreitung, Kultivierung und Züchtung der Wildrosen. Die Autorin bleibt ihrem Motto aus ihrem Erstlingswerk Hagebutte & Co – Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen treu, neben den Blüten auch den Früchten gebührenden Raum zu geben. Allein die Formenvielfalt an Hagebutten wird jeden Leser faszinieren.
   
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Bund deutscher Baumschulen (BdB) in der Zeitschrift „Grün ist Leben“ 11-12/2006

„Rosenrot und Hagebutten“ beschäftigt sich im Schwerpunkt nicht mit den aus der Züchtung und Selektion stammenden Rosensorten, sondern widmet sich der „Wildrose“. Und 50 Wildrosen aus allen Teilen unseres Globus werden beschrieben. Deren Verbreitung und Entwicklung wird nach gezeichnet und in einen Zusammenhang mit dem heute am Markt befindlichen Rosen sortiment gebracht.
Der Leser erfährt Interessantes zur Botanik der Rosen (Blütenbau, Blütenfarbe, Bestäubungs- und Ausbreitungsbiologie, zu Blättern und Stacheln), zur Kultur, zur Züchtung und zur geografischen Verbreitung der Gehölze. Nicht nur im Titel dieses Buches wird auf die Früchte, die Hagebutten eingegangen.
Die Autorin widmet gerade dem „Herbstschmuck“ ihre besondere Aufmerksamkeit. Untermauert werden die Informationen durch eine Vielzahl von Fotos, die die Schönheit und Vielfalt dieser Rosengruppe noch untermauern. Für diejenigen, die Rosen lieben, bereits über interessante Fachliteratur verfügen, ist dieses Buch eine gute Ergänzung und Abrundung der „Rosen-Bibliothek“. Für diejenigen, die die Welt der Rosen spielerisch erschließen wollen, bietet der Verlag ein „Rosenmemo“ an, das in Bezug auf das Rosensortiment die Inhalte des Buches aufnimmt.

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